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Niedersachsenpanel präsentiert erste Ergebnisse zu KI, Klimaschutz und gesellschaftlicher Transformation

IMEL der TU Clausthal ist am landesweiten Forschungsprojekt beteiligt

 

Niedersachsenpanel präsentiert erste Ergebnisse zu KI, Klimaschutz und gesellschaftlicher Transformation

IMEL der TU Clausthal ist am landesweiten Forschungsprojekt beteiligt

Was bewegt die Menschen in Niedersachsen? Wie stehen sie zu Klimaschutz, Demokratie und künstlicher Intelligenz? Antworten auf diese Fragen liefert das Niedersachsenpanel, an dem auch Forschende der TU Clausthal und des Institute of Management, Economics and Law beteiligt sind.

Am 5. Mai 2026 wurden erste Ergebnisse des Panels im Rahmen des Workshops „Wissenschaft trifft politische Praxis“ im Leibnizhaus Hannover Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Das Niedersachsenpanel ist ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Forschungsinstrument, das Einstellungen, Präferenzen und Verhaltensweisen der Bevölkerung in Niedersachsen systematisch erfasst. Seit dem Start im Juli 2025 haben sich mehr als 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert.

Die Eingangsbefragung, die von August 2025 bis März 2026 durchgeführt wurde, liefert erste Einblicke in zentrale gesellschaftliche Zukunftsthemen: politische Einstellungen und Demokratiezufriedenheit, Haltungen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie die Nutzung und Wahrnehmung von künstlicher Intelligenz.

Eine aktuelle Auswertung zeigt unter anderem, dass künstliche Intelligenz im Alltag vieler Menschen in Niedersachsen angekommen ist. Insgesamt geben 43,6 Prozent der Befragten an, KI regelmäßig für alltägliche Aufgaben zu nutzen. Gleichzeitig bleibt KI für viele Menschen mit Unsicherheiten verbunden. Auch beim Thema Klimawandel zeigt sich ein differenziertes Bild: 83,4 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Zukunft der Wirtschaft klimaneutral sein muss. Bei konkreten klimapolitischen Instrumenten wie dem CO₂-Preis bestehen jedoch weiterhin deutliche Informationslücken.

„Das Niedersachsenpanel bietet die besondere Möglichkeit, gesellschaftliche Einstellungen zu zentralen Zukunftsfragen über einen längeren Zeitraum hinweg wissenschaftlich zu beobachten. Gerade für Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Transformation ist es wichtig zu verstehen, welche Erwartungen, Sorgen und Handlungsbereitschaften in der Bevölkerung vorhanden sind“, sagt Prof. Dr. Heike Schenk-Mathes.

Für das IMEL ist die Beteiligung am Niedersachsenpanel ein wichtiger Beitrag zur interdisziplinären Transformationsforschung. Die im Panel untersuchten Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und wirtschaftliche Veränderungsprozesse knüpfen eng an das Profil des Instituts an.

„Für die TU Clausthal ist die Beteiligung am Niedersachsenpanel ein wichtiger Beitrag zur interdisziplinären Transformationsforschung. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und zeigen, wie ökonomische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen gemeinsam betrachtet werden müssen“, betont Prof. Dr. Fabian Paetzel.

Neben der Vorstellung erster Studienergebnisse wurde beim Workshop diskutiert, welche weiteren Themen künftig in das Niedersachsenpanel aufgenommen werden könnten und wie wissenschaftliche Erkenntnisse für eine evidenzbasierte Politikgestaltung genutzt werden können. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ist ein zentrales Ziel des Projekts.

Das Niedersachsenpanel ist Teil des Wissenschaftsraums „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“ und wird im Rahmen des Programms zukunft.niedersachsen gefördert. Getragen wird das Projekt von sieben niedersächsischen Universitäten sowie dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Beteiligt sind neben der Technischen Universität Clausthal die Georg-August-Universität Göttingen, die Leibniz Universität Hannover, die Leuphana Universität Lüneburg, die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Universität Osnabrück und die Universität Vechta.

Eine Registrierung beim Niedersachsenpanel ist weiterhin für Personen mit Erstwohnsitz in Niedersachsen unter www.niedersachsenpanel.de möglich.

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