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Kick-off am IMEL

Grundstein für interdisziplinäre Forschung gelegt

 

Am Mittwoch, den 17. Juni, fand am Institute of Management, Economics and Law ein erster gemeinsamer Workshop der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Wirtschaft und Recht statt. Im Seminarraum 1 kamen die jungen Forschenden der ehemaligen Institute für Wirtschaftswissenschaft und für deutsches und internationales Berg- und Energierecht erstmals in diesem Format zusammen, um sich über gemeinsame Forschungsperspektiven, methodische Schnittstellen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen.

Die Initiative zu dem Workshop ging vom neuen Institutsleiter Prof. Dr. Thomas Niemand aus. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Roland Menges, der durch ein kompaktes Programm mit mehreren Kurzbeiträgen führte. Im Mittelpunkt standen keine klassischen Forschungsvorträge, sondern kurze Pitches mit griffigen Ideen, offenen Fragestellungen und möglichen Anknüpfungspunkten zwischen den Disziplinen.

„Durch die Zusammenlegung der beiden Bereiche Recht und Wirtschaft ergeben sich viele, bisher nicht genutzte Schnittstellen. Das Treffen hat gezeigt, wie groß das Potenzial für gemeinsame Forschung am IMEL ist. Durch diesen Austausch könnten viele weitere interdisziplinäre Kooperationen entstehen“, betonte Prof. Dr. Thomas Niemand.

In kurzen Beiträgen stellten unter anderem Felix Eckenfels, Jan Schlüpmann, Prof. Dr. Christoph Schwindt und Florian Scholz, Dr. Tim Friedrich, Bora Kocaoglu sowie Prof. Dr. Roland Menges und Prof. Dr. Fabian Paetzel ihre Forschungsansätze und Ideen vor. 

Einen besonderen Bezugspunkt bildete dabei die Circular Economy, die für die TU Clausthal und das IMEL eine zentrale Rolle spielt. Denn Kreislaufwirtschaft ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern braucht ebenso ökonomische Tragfähigkeit, tragfähige Geschäftsmodelle und wirksame Anreizstrukturen, die in passende rechtliche Rahmenbedingungen umgesetzt werden müssen. Genau hier liegt eine besondere Stärke des IMEL: Als Institute of Management, Economics and Law steht das Institut in besonderer Weise für das „E“ in Circular Economy, die wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Perspektive auf industrielle Transformation, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Wirkung.

Auch Prof. Dr. jur. Hartmut Weyer hob die Bedeutung dieser Verbindung aus rechtlicher Sicht hervor: „Circular Economy gelingt nur, wenn wirtschaftliche Konzepte und rechtliche Rahmenbedingungen zusammengedacht werden, um die notwendigen Veränderungen umzusetzen. Das IMEL kann hier eine zentrale Rolle übernehmen, weil Management, Economics and Law wesentliche Perspektiven verbinden, die für eine erfolgreiche Transformation des Energie- und Rohstoffversorgungssystems erforderlich sind.“

Die Veranstaltung war geprägt von konstruktiven Diskussionen, Offenheit und großem Interesse an den Themen der jeweils anderen Disziplin. Dabei wurde deutlich, dass die Verbindung von Management, Economics and Law in vielen Forschungsfeldern zu verbesserten Problemlösungen beitragen kann — von Fragen der Transformation und Regulierung über Governance, Nachhaltigkeit und Digitalisierung bis hin zu industriellem Wandel und sozialen Auswirkungen.

Moderator Prof. Dr. Roland Menges zog ein positives Fazit: „Die Kurzbeiträge haben gezeigt, wie viele spannende Ideen bereits vorhanden sind. Entscheidend war heute, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Begriffe zu finden und erste Brücken zwischen den Forschungsbereichen zu schlagen. Genau dafür war dieser Workshop ein wichtiger Auftakt.“

Mit dem Kick-off-Workshop wurde ein wichtiger Grundstein für die zukünftige interdisziplinäre Forschung am IMEL gelegt. Der Austausch soll in den kommenden Monaten weiter vertieft werden.

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