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Interdisziplinäre Forschung für die Energiesysteme der Zukunft

IMEL-Wissenschaftler beim Arbeitstreffen des Forschungsprojekts TEN.efzn in Oldenburg

Wie können erneuerbare Energien gemeinschaftlich genutzt werden? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich? Und welche Rolle kann künstliche Intelligenz in zukünftigen Energiesystemen spielen?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Forschenden der Plattform „Vertrauenswürdige Digitalisierung sicherheitsrelevanter Energiesysteme“ des Energieforschungsprojekts TEN.efzn am 14. und 15. September 2026 beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oldenburg.

Auch Bora Kocaoglu und Jan Schlüpmann aus der von Prof. Dr. Hartmut Weyer geleiteten Abteilung für deutsches und internationales Berg- und Energierecht des Institute of Management, Economics and Law (IMEL) der TU Clausthal nahmen an dem zweitägigen Arbeitstreffen teil.

Energy Sharing im Mittelpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten Energy Sharing. Dabei geht es um die gemeinschaftliche Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energieanlagen unter Einbeziehung des öffentlichen Stromnetzes. Die rechtlichen Grundlagen hierfür regelt unter anderem § 42c des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

In der Arbeitsgruppe Energy Sharing diskutierten die beteiligten Forschenden aktuelle Fragestellungen, stimmten die nächsten Arbeitsschritte ab und arbeiteten an einer gemeinsamen interdisziplinären wissenschaftlichen Veröffentlichung, die bereits seit mehreren Monaten vorbereitet wird.

Beim Energy Sharing wird besonders deutlich, wie eng technische Möglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen miteinander verbunden sind. Der interdisziplinäre Austausch spielt daher eine wichtige Rolle, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die nicht nur technisch funktionieren, sondern auch rechtlich und praktisch umsetzbar sind.

Weitere Themen des Austauschs waren der Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der Spannungstransformatoren sowie die praktische Umsetzung der Strombilanzierung bei Modellen zur gemeinschaftlichen Nutzung von Heimspeichern.

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Neben den fachlichen Diskussionen standen die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsszenarien, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen und neue Ansätze für den Wissenstransfer im Mittelpunkt.

Technische Demonstrationen, Laborführungen und Fachgespräche boten zusätzliche Einblicke und eröffneten Möglichkeiten, neue Forschungsfragen und Kooperationen zu entwickeln. Dabei zeigte sich insbesondere, dass Anwendungen künstlicher Intelligenz für immer mehr Bereiche der Energiesystemforschung relevant werden.

Das Arbeitstreffen verdeutlichte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen technischen und rechtswissenschaftlichen Disziplinen für die Gestaltung der zukünftigen Energieversorgung ist. Das IMEL bringt hierzu insbesondere seine Expertise im Energie- und Regulierungsrecht ein.

Der interdisziplinäre Austausch wird auf der TEN.efzn-Jahrestagung am 23. und 24. November 2026 fortgesetzt. Dort kommen die Forschenden aller beteiligten Forschungsplattformen zusammen.

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