Beitrag: Dieselgate-Kommunikation von Automobilherstellern
Von: Viktor Jabs (ADG Business School) , Prof. Dr. Inge Wulf und Prof. Dr. Guido Pfeifer (ADG Business School)
In Ausgabe 01/2026 der Zeitschrift "ZCG" erschien der von Viktor Jabs, Prof. Dr. Inge Wulf und Prof. Dr. Guido Pfeifer verfasste Beitrag “Dieselgate-Kommunikation von Automobilherstellern”, Teil 1 und in der Ausgabe 03/2026 der Zeitschrift “ZCG” erschien der Beitrag Teil 2.
Teil 1
Abstract: "Die Dieselkrise stellte eine Herausforderung für die Kommuni-kationsstrategien der Automobilbranche dar und schlägt sich auch in der Sprache des Geschäftsberichts nieder. Der vorliegende Beitrag stellt einführend unterschiedliche Krisenkommunika-tionsstrategien auf und widmet sich der Rhetorik und Sprache als Instrumente organisationaler Kommunikation. Der Fokus liegt auf den drei Hauptformen Logos, Ethos und Pathos. Ergänzend wird die linguistische Analyse thematisiert, die Hinweise auf die Denkprozesse, emotionale Zustände, Absichten und Motivationen liefern kann. Dieser erste Teil des Beitrags endet mit einem Über-blick zum Forschungsstand der Kommunikationsstrategien von Automobilherstellern in der Dieselkrise. Der zweite Teil des Beitrags wird die Ergebnisse der rhetorisch-linguistischen Unter-suchung der Aktionärsbriefe darstellen und kritisch würdigen.."
Teil 2
Abstract: “In der ZCG 1/26 wurden im ersten Teil des Beitrags Krisenkommunikationsstrategien aufgezeigt, Kommunikation als strategisches Instrument organisationaler Einflussnahme sowie die Konzepte der rhetorischen und linguistischen Analyse beleuchtet. Der Beitrag endete mit der Darstellung des Forschungsstands. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass bisherige Studien Kommunikations-muster mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen untersucht haben, Aktionärsbriefe bisher jedoch kaum als Untersuchungsgegenstand herangezogen wurden. Der vorliegende zweite Teil des Beitrags analysiert am Beispiel der Aktionärsbriefe von ausgewählten Automobilherstellern der Geschäftsjahre 2012 bis 2021 aus rhetorisch-linguistischer Perspektive die Rolle von Sprache in der Kommunikation. Die Ergebnisse verdeutlichen unterschiedliche kommunikative Reaktionen auf die Krise, die sich zwischen einer emotionaleren, auf Glaubwürdigkeit zielen-den Sprache einerseits und der Vermeidung einer direkten Aus-einandersetzung mit der Dieselthematik bei zugleich geringeren Schwankungen im Einsatz rhetorischer Appelle andererseits unterscheiden. Die Unterschiede spiegeln sowohl die jeweils zu-geschriebene Verantwortung als auch die gewählte Kommunika-tionsstrategie wider.”